Dokumentation · Laufende Sammlung · Stand Juni 2026
Die Aufreger-Liste:
24 dokumentierte Fälle
Kein Kommentar. Keine Meinung. Nur Fälle — mit Quelle, Datum und Befund. Was der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit 10 Milliarden Euro Pflichtbeitrag pro Jahr macht, können Sie hier nachlesen. Die Liste wächst.
Stand: Juni 2026 · 24 Fälle · 4 Cluster · Quellen jeweils angegeben
Cluster I
Sprache als Waffe
Fälle #12 · #13 · #14 · #17
Cluster II
Ideologie & Haltung
Fälle #1 · #2 · #4 · #5 · #18 · #22 · #23
Cluster III
Vertuschung & Täuschung
Fälle #3 · #10 · #11 · #15 · #19 · #20 · #21
Cluster IV
Geld & Macht
Fälle #6 · #7 · #8 · #9 · #16 · #24
Geld & Macht · 12.06.2026
WM-Eröffnung: Werbung wichtiger als Sendestart. Das ZDF ging bei der Eröffnungsfeier der WM 2026 mit mehreren Minuten Verspätung auf Sendung — während im Stadion bereits die ersten Künstler auftraten, lief im Programm noch ein Werbeblock. Der Sender bestätigte den Vorgang.
Quelle: t-online.de, 12.06.2026
Ein englischer Student wurde in einem Supermarkt erstochen. Der NDR titelte: Er starb „nach Auseinandersetzung im Supermarkt.“ @steffan_nethe: „Er wurde im Supermarkt abgestochen! Er wurde ermordet!“ Der OERRBlog: „Hört auf mit dieser permanenten Verniedlichung solch schwerster Morde.“
Nach dem Mord an Henry Nowak gingen normale Bürger auf die Straße. Das ZDF erklärte in der 19-Uhr-Sendung: Das seien „wütende Proteste“ — ZDF-Journalist Mitri sprach von „Krawallen“. Die Empörung der Bevölkerung wurde zum Problem umgedeutet. Der Mörder: Randnotiz.
Lebenslange Haft für den Mörder von Henry Nowak. Der NDR-Bericht nennt den Täter „Messernarr“ — als wäre Messer sammeln sein Problem gewesen. Der Artikel stammt von SWR-Redakteurin Biesinger. Für den NDR sind laut X-Nutzern die rechten Agitatoren das eigentliche Problem — jene, die zur Aufklärung beitrugen.
Der OERRBlog bringt es auf den Punkt: Bei George Floyd in den USA — „Protest.“ Bei Henry Nowak in Deutschland — „Krawalle.“ Gleiche Emotion. Gleiche Straße. Andere Wortwahl — je nach politischer Zuschreibung der Trauernden.
Das ZDF berichtete über einen sogenannten Brautmarkt. Das Wort „Menschenhandel“ fiel nicht. Critical Cat dokumentierte den Beitrag und die sprachliche Verschleierung: Was in einem anderen Kontext als Menschenhandel bezeichnet würde, wurde hier als kulturelle Praxis gerahmt.
Laut einer vom OERRBlog zitierten Erhebung sehen nur noch 44% der Deutschen ihre Meinungsfreiheit als gesichert an. Das Land, das den ÖRR zur Meinungsvielfalt verpflichtet, produziert das Gegenteil: Ein wachsendes Gefühl der Einschränkung.
Das vom ÖRR finanzierte Jugendformat Funk veröffentlichte Inhalte, in denen ein Vergewaltigungsopfer kritisiert wurde. Das Opfer hatte sich öffentlich geäußert — die Kritik richtete sich gegen die Aussagen, nicht gegen den Täter. Apollo News dokumentierte den Fall.
Apollo News dokumentierte einen Anstieg von 326% bei Beiträgen zu Geschlechtsidentität im ÖRR-Jugendsegment innerhalb eines messbaren Zeitraums. Zum Vergleich: Beiträge zu klassischen Bildungsthemen stagnierten. Eine redaktionelle Prioritätensetzung — bezahlt mit dem Pflichtbeitrag aller Haushalte.
Ein Tagesschau-Kommentator formulierte als Kernthese: „Der Staat kann nicht immer nur geben, er muss auch mal nehmen.“ @ben_brechtken kommentierte trocken: „So stelle ich mir kritischen Journalismus vor. Danke, lieber ÖRR!“ Staatsgläubigkeit als Haltung — ohne Gegenstimme, ohne Einordnung.
Im Mai 2025 veröffentlichte der ARD-Faktenfinder einen Beitrag über Fußballprofis, die ihren christlichen Glauben öffentlich leben. Der Tenor: Warnung vor verdeckter Missionsarbeit und einem „problematischen Weltbild". Namentlich kritisiert wurde u. a. Felix Nmecha (Borussia Dortmund). Nach einer formellen Programmbeschwerde eines CDU-Bundestagsabgeordneten musste die ARD den Artikel korrigieren und das Video aus der Mediathek löschen. Am 14. Juni 2026 — beim deutschen WM-Auftakt gegen Curaçao — betete Nmecha nach Abpfiff mit Jonathan Tah und Spielern des Gegners im Mittelkreis. Die Aktion wurde weltweit geteilt und positiv aufgenommen. Noch am selben Sonntag sendete der öffentlich-rechtliche Deutschlandfunk Kultur einen Beitrag über Christen im Fußball — mit warnendem Tenor. Das Timing ist dokumentiert: Der Beitrag lief, während das Gebet international für Zuspruch sorgte.
Am 15. Juni 2026 sendete der Bayerische Rundfunk einen Beitrag über einen Nürnberger Laden für islamische Verhüllungsmode („Modest Fashion"). Der Ehemann der Inhaberin erklärte darin unwidersprochen: „Eine Frau ist auch sehr wichtig, mit allen Körperteilen, und deswegen sollte eine Frau auch geschützt werden — wie ein Handy, das mit einer Hülle geschützt wird." Der Moderator ließ diese Formulierung ohne jede journalistische Einordnung stehen. Der Beitrag erschien einen Tag nachdem der ARD-Faktenfinder im Vorjahr wegen eines kritisch gemeinten Beitrags über christliche Fußballer sein Video hatte löschen müssen. Das ÖRR-finanzierte Jugendformat Funk (ARD/ZDF) hatte islamische Verschleierungssymbole zuvor als „Feminismus" und „Würde" präsentiert — ebenfalls ohne Gegenstimme.
In der Sendung „ZDF heute live“ vom 12. Juni 2026 behauptete Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg, Elon Musk habe gemeinsam mit Tommy Robinson dazu aufgerufen, einen „rassistischen Mob“ auf Migranten zu hetzen. Hintergrund waren Ausschreitungen im nordirischen Belfast nach einem Messerangriff durch einen sudanesischen Täter. Musk hatte auf X zu Protesten aufgerufen — zu Gewalt hatte er explizit nicht aufgerufen. Das ZDF räumte die Formulierung als „unpräzise und dadurch missverständlich“ ein und gab eine Unterlassungserklärung ab. Der Instagramauftritt der Moderatorin wurde kurz darauf gelöscht. Das ZDF hatte kurz zuvor — durch Moderatorin Dunja Hayali — die „akribische Kontrollarbeit“ des Senders öffentlich beworben. Das entsprechende Apollo-News-Video dazu erreichte über 100.000 Aufrufe in weniger als 12 Stunden.
Innerhalb weniger Tage blamierten sich ARD und ZDF doppelt: Das ZDF heute-journal verwendete in einem Beitrag über die US-Einwanderungsbehörde ICE ein KI-generiertes Video — ohne Kennzeichnung. Wenige Tage später erweckte ein Bildschnitt im ARD-„Bericht aus Berlin“ den Eindruck, Angela Merkel habe die Wiederwahl von Friedrich Merz beklatscht — obwohl sie zu diesem Zeitpunkt längst nicht mehr anwesend war. Die AfD beantragte eine Aktuelle Stunde im Bundestag. AfD-Abgeordneter Götz Frömming bezeichnete das ZDF-Video als „vorsätzlichen Betrug“, nicht als Panne. Beide Fälle stehen exemplarisch für den Vertrauensverlust in den ÖRR: Vertrauen laut Infratest dimap von 70% (2020) auf 55% (2025).
Das Politbarometer wird vom ZDF in Auftrag gegeben und von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Im Juni 2026 — in dem Monat, in dem das ZDF eine Unterlassungserklärung wegen falscher Berichterstattung unterschreiben musste — landet Alice Weidel im Politbarometer mit –2,4 Punkten (Skala –5 bis +5) konstant auf dem letzten Platz. Zum Vergleich: Im unabhängigen INSA-Ranking im Auftrag der Bild belegt Weidel im selben Zeitraum Platz 5 und ist die beliebteste weibliche Politikerin Deutschlands. Der Unterschied liegt teils in der Fragestellung — aber die Struktur bleibt: Das ZDF finanziert die Umfrage, die seine schärfste Kritikerin Monat für Monat auf den letzten Platz setzt, und berichtet darüber prominent im eigenen Programm. Ein unabhängiger Auftraggeber wäre naheliegend — ist aber nicht vorgesehen.
Die preisgekrönten Produzenten Beetz Brothers produzierten eine 75-minütige Dokumentation über die UNRWA. Das ZDF lehnte die Ausstrahlung ab und verwies auf ein „Überangebot an Nahost-Dokumentationen“ — konkrete Ablehnungsgründe nannte der Sender auf NIUS-Nachfrage nicht. Die Doku dokumentiert u. a. Hasserziehung in UNRWA-Schulen und die Beteiligung von UNRWA-Mitarbeitern an den Massakern vom 7. Oktober 2023. Deutschland zahlte 2025 rund 142 Millionen Euro an die UNRWA. Bild stellte den Film daraufhin kostenlos online. Eine Produktion, die der Öffentlichkeit vorenthalten wird — nicht hinter einer Paywall, sondern durch redaktionelle Entscheidung.
BR-Rundfunkrat Hamado Dipama erstattete Strafanzeige gegen den X-Account ÖRR-Blog wegen angeblich rassistischer Kommentare. Das Ermittlungsverfahren wurde eingestellt. Der Versuch, einen der bekanntesten ÖRR-Kritiker juristisch zu neutralisieren, scheiterte — ist aber dokumentiert.
Der YouTube-Kanal Mad in Germany macht sich satirisch über die allgegenwärtige Impfpropaganda im ÖRR lustig — vorwiegend ARD. Was als Satire funktioniert, offenbart ein strukturelles Muster: Jahre einseitiger Berichterstattung, die kritische Distanz systematisch vermied. Das ZDF löschte nachweislich ältere Impfbeiträge — still und ohne Erklärung.
Die ARD beauftragte Linguistin Elisabeth Wehling (Berkeley) für rund 120.000 € Beitragsgeld mit einem „Framing Manual“ — einer Anleitung, wie Sprache eingesetzt werden soll, um die ARD zu verteidigen. Die ARD wollte es geheim halten. Netzpolitik.org veröffentlichte es. Kernaussage: „Denken und sprechen Sie zunächst immer über die moralischen Prämissen.“ Das nennt sich intern Kommunikationsstrategie.
Apollo News dokumentierte, dass Medienanstalten bei der Vergabe von Sichtbarkeit und Förderung sogenannte „verlässliche“ Medien bevorzugen. Das Kriterium der Verlässlichkeit ist nicht transparent definiert — trifft aber auffällig häufig Medien, die den ÖRR nicht kritisieren.
Katja Wildermuth, BR-Intendantin, verdiente 2024 laut offiziellen BR-Angaben 347.571 € jährlich. Ein Bundeskanzler kommt auf rund 320.000 €. Platz zwei: Produktionsdirektorin Birgit Spanner-Ulmer mit 300.475 €. Kamerafrauen und -männer erhalten als Festangestellte mindestens 4.353 € monatlich — finanziert durch den Pflichtbeitrag jedes Haushalts.
347.571 €
Wildermuth / Jahr
320.000 €
Bundeskanzler / Jahr
18,36 €
Ihr Beitrag / Monat
Ende 2024 befanden sich rund 435.000 der 7,4 Millionen bayerischen Beitragskonten im Zahlungsverzug — eine Quote von 5–6%. Bundesweit liegt die Quote bei 7–8%. Bei hartnäckiger Verweigerung der Vermögensauskunft ist Erzwingungshaft möglich. Der Beitragsservice spricht von „absoluten Ausnahmefdllen“ — bestätigt sie aber.
Katharina Schmieder, ehemalige SWR-Journalistin, bekannt als „Critical Cat“, fordert die Abschaffung des ÖRR in seiner jetzigen Form. Ihr früherer Arbeitgeber, der SWR, griff sie öffentlich an — was sie weiter bekannt machte. Wer von innen kommt und trotzdem kritisiert, wird nicht geschützt. Er wird bekämpft.
Dr. Jörg König (Stiftung Marktwirtschaft) analysierte die aktuellen Reformstaatsverträge in einer Anhörung des Brandenburger Landtags. Befund: Nur kosmetische Anpassungen. Der ÖRR bestimmt seine Aufsicht im Wesentlichen selbst. Die geplante quasi-automatische Beitragserhöhung schwächt den Reformdruck. Das Vertrauen in den ÖRR sank laut Infratest dimap von 70% (2020) auf 55% (2025). Nur noch 67% halten ihn für unverzichtbar — 2020 waren es noch 83%.
~10 Mrd. €
ÖRR-Budget / Jahr (weltweit teuerster)
55%
Vertrauen 2025 (war 70% in 2020)
41%
ÖRR-Journalisten stehen Grünen nahe (TU Dortmund 2024)
Der Beitragsservice übermittelte dem Amtsgericht Böblingen eine automatisch erstellte Vollstreckungsaufforderung über 1.042.026 Euro gegen einen Privatmann — Walter S. Die Summe entspricht rechnerisch rund 4.730 Jahren Rundfunkbeitrag bei aktuellem Monatssatz von 18,36 Euro. Die Bescheide wurden vollautomatisiert erzeugt und versendet. Walter S. muss nun allein für die Abwehrklage mit rund 70.000 Euro an Verfahrenskosten rechnen — Gerichts- und Anwaltskosten zusammen. Aus den Bescheiden geht nicht hervor, wer konkret für den Fehler verantwortlich ist. Der Fall illustriert das strukturelle Problem automatisierter Vollstreckungsverfahren ohne menschliche Prüfinstanz — ein Muster, das der BGH in seinem Urteil VII ZB 29/24 grundsätzlich adressiert hat.
Diese Liste ist kein Urteil. Sie ist eine Dokumentation. Jeder Fall hat eine Quelle. Jeder Fall ist überprüfbar. Zusammen zeigen sie kein Muster des Zufalls — sondern eines der Haltung.
Die Liste wächst. Wer Fälle beisteuern möchte, kann uns schreiben.
Rundfunkkritik.de · Alle Fälle quellenbasiert dokumentiert · Die Liste wächst kontinuierlich · Stand: Juni 2026